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Dipl.-Ing. (FH) Frank Mellinghaus

Verfasst von Sebastian Lauff am 29. Januar 2010882 mal gelesen | Kein Kommentar
Frank-Mellinghaus

Frank-Mellinghaus

Herr Mel­ling­haus stel­len Sie sich vor der ers­ten Frage doch kurz sel­ber vor:
_Frank Mel­ling­haus [fm]: Seit über 17 Jah­ren bin ich Archi­tekt mit Leib und Seele.

Im Büro RKW Archi­tek­tur und Städ­te­bau Düs­sel­dorf (Feb.1994-Jun.2009) konnte ich als Asso­zi­ier­ter in allen Berei­chen des Gen­res ver­ant­wort­lich mitgestalten.

Mitte des Jah­res 2009 haben wir, das sind Vol­ker Vogel, Thors­ten Pett und Frank Mel­ling­haus, ein gesamt­heit­li­ches Netz­werk kom­pe­ten­ter, erfah­re­ner Archi­tek­ten und Son­der­fach­leute, die STEAMARCHITEKTEN, gegründet.

Ziel­set­zung ist die Qua­li­täts­stei­ge­rung und Opti­mie­rung von Ent­wurfs– und Pro­jekt­ent­wick­lungs­pro­zes­sen im Sinne unse­rer Auf­trag­ge­ber und Bau­her­ren.
Durch Syn­er­gien unse­rer Kom­pe­tenz­fel­der und schlan­ken Over­head sind wir deut­lich wen­di­ger als unsere Mitbewerber.

Frage 1: Wel­ches war Ihre erste Anstel­lung nach dem Stu­dium?
_fm: RKW Archi­tek­tur und Städ­te­bau, Düsseldorf

Frage 2: Warum sollte ein Bau­herr auf jeden Fall mit einem Archi­tek­ten zusam­men­ar­bei­ten?
_fm: Prin­zi­pi­ell ist ein Bau­herr ohne Archi­tek­ten auf­ge­schmis­sen.
Ent­wurfs.- und Bau­pro­zesse bil­den bei einer gesamt­heit­li­chen Betrach­tung eine kom­plexe Kette mit­ein­an­der ver­wo­be­ner Anfor­de­run­gen, die ein gro­ßes Fach­wis­sen und pla­ne­ri­schen Weit­blick voraussetzen.

Wer würde sich heute frei­wil­lig selbst eine Niere trans­plan­tie­ren?
Das Ergeb­nis wäre der schnelle Tod, wäh­rend in der Archi­tek­tur das Desas­ter ein paar Tage auf sich war­ten lässt.

Frage 3: Wie wür­den Sie ihren archi­tek­to­ni­schen Stil beschrei­ben?
_fm: Das stoi­sche Eta­blie­ren eines „eige­nen Stils“ ent­springt einer nazis­ti­schen Hal­tung der Selbst­dar­stel­lung oder der Unfä­hig­keit auf­ga­ben­spe­zi­fi­sche Ant­wor­ten zu finden.

Steam­ar­chi­tek­ten stel­len sich der Her­aus­for­de­rung die Ein­zig­ar­tig­keit sowohl des Auf­ga­ben­pro­fils als auch des Bau­her­ren her­vor­zu­he­ben.
Leit­ge­danke ist bei per­ma­nen­ter Qua­li­täts­op­ti­mie­rung ein Maxi­mum an ästhe­ti­scher Qua­li­tät, mone­tä­rer Effi­zi­enz und ener­ge­ti­scher Nach­hal­tig­keit zu erzielen.

Frage 4: Wel­ches Buch oder wel­chen Film habe Sie zuletzt gele­sen bzw. gese­hen?
_fm: Hawkings neues Uni­ver­sum. (Von Ste­phen Hawking, 2008)

Als inter­es­sier­ter Natur­wis­sen­schaft­ler rei­zen mich Gedan­ken­ex­pe­ri­mente kom­ple­xer Struk­tu­ren.
Neben einer Flut von neuen Erkennt­nis­sen die über­ra­schen­der­weise viel mehr mit dem All­tag zu tun haben als man erwar­tet, betrachte ich Hawkins als Gedanken-Jogging.

Frage 5: Wer sind Ihre Vor­bil­der und warum?
_fm: Es fällt schwer in der aktu­el­len Lobbyisten-Landschaft unei­gen­nüt­zige Frei­den­ker aus­zu­ma­chen, die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung übernehmen.

Der Alt­kanz­ler Hel­mut Schmidt beein­druckt trotz sei­nes hohen Alters auf­grund sei­nes poli­ti­schen und sozio­lo­gi­schen Weitblicks.

Frage 6: Ist der Bau­herr König, oder muss ein Bau­herr durch einen erfah­re­nen Archi­tek­ten zu sei­nem Glück geführt wer­den?
_fm: Der Bau­herr und der Archi­tekt bil­den ein Pla­nungs­team das sich gemein­sa­men Auf­ga­ben stellt.
Könige und Glücks­rit­ter gehö­ren in ein ande­res Genre.

Frage 7: Wel­cher Bereich im Archi­tek­tur­stu­dium hat Sie für Ihr Berufs­le­ben am Bes­ten vor­be­rei­tet?
_fm: Das gesamte Stu­dium in vol­ler Breite.
Es macht kei­nen Sinn Ein­zel­be­rei­che zu iso­lie­ren da Archi­tek­tur in der Anwen­dung eine gesamt­heit­li­che Dis­zi­plin darstellt.

Frage 8: Von Paul Valery stammt der Aus­druck „Archi­tek­tur ist Stein gewor­dene Musik”. Was uns zu der Frage bringt, wel­che Musik Sie zur­zeit gerne hören?
_fm: Immer häu­fi­ger klas­si­sche Musik, da sie in ihrem orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­bau tat­säch­lich sehr archi­tek­to­nisch ist.
Aber auch Tho­mas D, der mit sen­si­blen Tex­ten und zeit­ge­nös­si­gen The­men überzeugt.

Frage 9: Wel­ches Gebäude hät­ten Sie gerne ent­wor­fen und warum?
_fm: Die Elb­phil­har­mo­nie von HdM sowie die Biblio­thek von Sanaa sind bemer­kens­werte Ent­würfe, die sowohl ästhe­tisch als auch funk­tio­nal über­zeu­gen.
Außer­dem berei­chern sie das Umfeld in dem sie errich­tet werden.

Frage 10: Archi­tek­tur ist … ?
_fm: …Spie­gel­bild und Hin­ter­grund des gesell­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Sta­tus Quo.

Und zum Schluss Frage 11: Wel­che Frage wür­den Sie wel­cher Per­son gerne stel­len?
_fm: „Glau­ben Sie wirk­lich an Gott” dem Papst

Vie­len Dank NAME.
Dipl.-Ing. (FH) Frank Mel­ling­haus, Archi­tekt
Feld­strasse 34 – 36
40479 Düs­sel­dorf
0211 64 999 80 00
www.steamarchitekten.com
fm@steamarchitekten.com

Über den Author

Sebastian LauffMein Name ist Sebas­tian Lauff, ich bin Archi­tekt und seit 2009 betreibe ich Archimag.de als Hobby. Ich denke damit eine span­nen­den Platt­for­men für Kol­le­gen und allen ande­ren archi­tek­turin­ter­es­sier­ten geschaf­fen geschaf­fen zu haben. Ich freue mich über Eurer Feedback.


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