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Loft L — Umbau einer Altbauwohnung

Verfasst von Sebastian Lauff am 11. September 20095,429 mal gelesen | Kein Kommentar

Loft L - Mark Schwesinger

Loft L — Mark Schwesinger

Objekt­name:Loft L
Archi­tekt: Mark Schwe­sin­ger, Freier Archi­tekt, Alt­luss­heim
Erstel­lungs­jahr: 09.2008
Stand­ort: Zions­kirch­strasse, Ber­lin
Brut­to­ge­schoss­flä­che: 100 qm
Wei­tere Fir­men: BETONMÖBEL die beton­köpfe, Leip­zig und beton­Ware, Ber­lin ELEKTROARBEITEN Was­ser­mann Haus­tech­nik GmbH, Ber­lin FLIESENARBEITEN Harald Bei­ser, Ber­lin KÜCHENSTUDIO Skiba GmbH, Ber­lin MALER, STUCK, VERPUTZARBEITEN Frie­del Rein­hardt, Ber­lin SÄNITÄR Hauke Runge Sani­tär GmbH, Ber­lin SCHREINERARBEITEN Radix, Ber­lin TROCKENBAU d.i.e. ein­zel­stück, Ber­lin
Fotos von: Johan­nes Hepp, Mün­chen & Ale­jan­dro Alma­raz, Bue­nos Aires

„Wir bauen keine Wände, son­dern ent­wer­fen die Räume dazwi­schen” Diese Phi­lo­so­phie des Büros von Mark Schwe­sin­ger war beim Umbau die­ser Ber­li­ner Alt­bau­woh­nung Leit­ge­danke
und roter Faden.

Die Bestands­auf­nahme ergab das Bild einer ver­bau­ten und klein­tei­lig wir­ken­den Woh­nung. So galt es, die Berei­che Bad – Küche – Flur – und den Übergang ins Wohn­zim­mer neu zu defi­nie­ren. Der beste­hende, schlauch­ar­tige Zuschnitt des Bade­zim­mers wurde in drei Zonen mit fast qua­dra­ti­scher Grund­flä­che geglie­dert: Waschbecken-, Übergangs– und Nass­be­reich. Der Nass­be­reich ist als Podest erhöht, was den Rau­mein­druck verkürzt.

Dar­über hin­aus wurde ein wei­te­res Ent­wurfs­prin­zip ein­ge­setzt – der flä­chen­bün­dige Ein­bau aller Möbel. Die Bade­wanne ergibt sich aus der Höhen­dif­fe­renz zwi­schen Fuss­bo­den und Podest. Die neue, gefal­tete Wand zwi­schen Küche und Bad ist zen­tra­les Gestal­tungs­ele­ment. Im Bad bil­det sie eine Nische, in die sich das Beton­wasch­be­cken flä­chen­bün­dig ein­fügt. Auf Küchen­seite nimmt sie die Küchen­zeile auf. Die schräg aus­ge­bil­dete Rück­wand des Beton­wasch­be­ckens öffnet wie­derum die Küche zum Wohn– und Ess­be­reich. Eine Glas­scheibe zwi­schen Küche und Bade­zim­mer ermög­lich ver­frem­dete Ein– und Durch­bli­cke. Der stark beschä­digte Fuss­bo­den in Bad und Küche wurde ent­fernt und mit einem
anthra­zit­far­ben beschich­te­ten Guss­asphalt ersetzt. Dadurch konnte der Schall­schutz ver­bes­sert und eine Fuß­bo­den­hei­zung ein­ge­bracht wer­den. Das robuste Mate­rial des Indus­trie­bo­dens ist unein­ge­schränkt stra­pa­zier­fä­hig. Kri­te­rien, die für eine Küche wesent­lich sind. Die Arbeits­plat­ten der Küchen­zei­len sind aus Beton gegos­sen und sym­bo­li­sie­ren durch ihre Robust­heit den Arbeitscha­rak­ter der Küche. Der Beton bil­det einen span­nen­den Kon­trast zu den hoch­wer­ti­gen Arma­tu­ren und der exakt gear­bei­te­ten Alu­mi­ni­umober­flä­che der Küchenmöbel.

Um den räum­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen den ein­zel­nen Zim­mern zu ver­stär­ken, sind alle Türen raum­hoch aus­ge­bil­det. Eine abge­hängte Decke nimmt flä­chen­bün­dig alle Leuch­ten auf und sorgt für einen ruhi­gen Raum­ab­schluss. Durch die weiße Decke und den anthra­zit­far­be­nen Fuß­bo­den wird die für einen Alt­bau cha­rak­te­ris­ti­sche Raum­höhe betont. Sämt­li­che Wände sind gespach­telt und weiß gestri­chen. Ein­zige Aus­nahme ist der Nass­be­reich im Bade­zim­mer. Die­ser ist mit blauen Glas­mo­sa­ik­flie­sen aus­ge­klei­det, wel­che sich in einem Farb­ver­lauf von dun­kel­blau dem Weiß der Decke annä­hern. Die Mosa­ik­flie­sen über­zie­hen Stu­fen, Dusche und Wanne wie eine Haut. Das ein­zelne Bau­teil tritt in den Hin­ter­grund. Es ent­steht ein Gesamtobjekt.

Mark Schwe­sin­ger
Freier Archi­tekt
SCHWESINGER ARCHITEKTEN
Hockenheimerstr.27
68804 Alt­luss­heim
www.schwesingerarchitekten.de

Über den Author

Sebastian LauffMein Name ist Sebas­tian Lauff, ich bin Archi­tekt und seit 2009 betreibe ich Archimag.de als Hobby. Ich denke damit eine span­nen­den Platt­for­men für Kol­le­gen und allen ande­ren archi­tek­turin­ter­es­sier­ten geschaf­fen geschaf­fen zu haben. Ich freue mich über Eurer Feedback.


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